Monatsarchiv für Januar, 2012

I. Gesetzliche Erbfolge (Argentinien)

Die Kinder des Erblassers erben zu gleichen Teilen. Soweit noch ein Ehegatte lebt, müssen sich die Kinder das Erbe mit dem Ehegatten teilen. Dabei erben die Kinder die Errungenschaften, da der überlebende Ehegatte meist die ihm zustehende Hälfte schon erhalten hat. Die Kinder des Erben übernehmen in dessen Todesfall die Position des Erben. Adoptierte und uneheliche Kinder sind ehelichen Kindern gleichzusetzen.
Soweit der Erblasser keine Abkömmlinge hat, erben die Vorfahren die hälfte des Eigengutes und die Hälfte aus den Errungenschaften der Gütergemeinschaft. Fehlen sowohl Nach- als auch Vorfahren beerben sich die Ehegatten gegenseitig.

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II. Testamentsformen (Argentinien)

Im argentinischen Erbrecht gibt es keine Testamente, die von mehreren geschlossen werden. Gemeinschaftliche Testamente und auch Erbverträge sind somit im argentinischen Erbrecht ausgeschlossen.

1. Handschriftliches Testament
Das handschriftliche Testament muss komplett vom Erblasser geschrieben worden sein. Es muss mit Datum und Unterschrift versehen sein. Die Wahl der Sprache ist dabei irrelevant.

2. Das Testament in öffentlicher Urkunde
Das öffentliche Testament muss in Gegenwart von drei Zeugen und einem Notar errichtet und vorgelesen werden. Dabei dürfen weder die Zeugen, noch der Notar, sowie Verwandte bis zum vierten Grad der Zeugen oder des Notars im Testament bedacht werden.

3. Das geheime Testament
Beim geheimen Testament muss unterschrieben werden und dann vor 5 Zeugen in einem verschlossenen Umschlag einem Notar übergeben werden.

Ein Testament ist jederzeit wieder widerrufbar.

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III. Pflichteilsansprüche (Argentinien)

Alle gesetzlichen Erben mit Ausnahme der Seitenverwandten haben einen Pflichtteilsanspruch. Den Vorfahren steht jedoch nur ein Pflichtteilsanspruch zu, wenn der Verstorbene keine Abkömmlinge hat. Der jeweilige Anteil wird aus der gesetzlichen Erbfolge berechnet.
Die Vorbehaltsquote der Nachkömmlinge beträgt vier Fünftel des Nachlasses. Allerdings ist der Anteil des überlebenden Ehegatten an der Vorbehaltsquote zu beachten.

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IV. Nachlassverfahren (Argentinien)

Eindeutige Regelungen zum Nachlassverfahren sind im argentinischen Erbrecht nicht vorhanden.

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V. Kollisionsrecht (Argentinien)

Nach argentinischen Kollisionsnormen bestimmt sich das auf den Erbfall anzuwendende Erbrecht nach dem letzten Wohnrecht des Erblassers. Im Ausland lebenden argentinischen Staatsbürgern steht es offen, ihr Testament nach den Vorschriften des Staates zu errichten, indem sie ihren Wohnsitz haben. Auch eine Rückkehr nach Argentinien steht der Wirksamkeit des im Ausland errichteten Testaments nicht entgegen.
Soweit eine Aufteilung des Nachlasses zwischen ausländischen oder argentinischen und ausländischen Erben mit Wohnsitz in Argentinien vorliegt, erhalten die letzteren einen Anteil des Vermögens innerhalb der Republik, der dem Wert des ausländischen Vermögens entspricht, welches ihnen verwehrt wurde.
Die Zuständigkeit der argentinischen Gerichte ist dann gegeben, wenn der letzte Wohnsitz des verstorbenen in Argentinien war.

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VI. Besonderheiten (Argentinien)

Die Erbschaft wird nicht besteuert.

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I. Gesetzliche Erbfolge (Armenien)

Nach armenischem Erbrecht handelt es sich bei den gesetzlichen Erben der ersten Ordnung um die Kinder, den Ehegatten und die Eltern des Erblassers. Adoptiveltern und Kinder sind dabei den leiblichen gleichzustellen. Dabei erhalten alle Erben die gleiche Quote. Abkömmlinge eines verstorbenen Erben haben ein Eintrittsrecht für die Position ihres verstorbenen Eltern- bzw. Großelternteil.
Soweit kein Erbe der ersten Ordnung existiert oder kein Erbe der ersten Ordnung die Erbschaft angenommen hat, kommt der Nachlass den gesetzlichen Erben der zweiten Ordnung zu. Diese sind namentlich die Großeltern und die Geschwister des Verstorbenen. Die Abkömmlinge der Geschwister haben jedoch kein Eintrittsrecht in die Erbposition ihres Elternteils.

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II. Testamentsformen (Armenien)

Das armenische Erbrecht kennt nur eine Testamentsform. Das schriftliche Testament muss eigenhändig vom Testierenden unterzeichnet werden. Dabei muss ein staatlicher Notar anwesend sein, der das Testament auch beglaubigt.

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III. Pflichteilsansprüche (Armenien)

Allen gesetzlichen Erben der ersten Ordnung steht ein Pflichtteilsanspruch zu, solange sie noch minderjährig oder arbeitsunfähig sind. Der Pflichteil erstreckt sich über zwei Drittel der Quote, die dem Plichtteilsberechtigten nach der gesetzlichen Erbfolge zugestanden hätte.

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IV. Nachlassverfahren (Armenien)

Die Erben sind für die Aufteilung der Erbmasse selbst zuständig. Soweit eine letztwillige Verfügung vorliegt ist der, soweit einer eingesetzt ist, Testamentsvollstrecker zuständig. Die staatlichen Notariate sind vor allem für die Nachlasssicherung, sowie die Ausstellung von Erbscheinen zuständig.

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V. Kollisionsrecht (Armenien)

Die Erbfolge richtet sich nach dem Heimatrecht des Erblassers. Bezüglich Immobilien richtet sich die Erbfolge nach dem Belegenheitsort. Bezüglich des beweglichen Vermögens ist das Recht des letzten ständigen Wohnsitzes des Erblassers einschlägig. Der ständige Wohnsitz ist nach armenischem Erbrecht der Ort wo der Erblasser ständig oder vorwiegend lebt.

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VI. Besonderheiten (Armenien)

Durch Güterrechtliche Ansprüche kann die Erbmasse um die Hälfte verkleinert werden, soweit der Erblasser bei seinem Tod noch verheiratet gewesen ist.

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I. Gesetzliche Erbfolge (Aserbaidschan)

Arbeitsunfähige Personen, die mindestens seit einem Jahr vor dem Todesfall durch den Erblasser versorgt bzw. unterhalten worden sind, sind den gesetzlichen Erben der ersten Ordnung gleichzustellen. Die gesetzlichen Erben der zweiten Ordnung sind die Geschwister des Erblassers. Sie erben nur dann, wenn kein Erbe der ersten Ordnung vorhanden ist oder keiner dieser die Erbschaft angenommen hat.

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II. Testamentsformen (Aserbaidschan)

Das aserbaidschanische Erbrecht kennt nur eine Testamentsform. Das schriftliche Testament muss eigenhändig vom Testierenden unterzeichnet werden. Dabei muss ein staatlicher Notar anwesend sein, der das Testament auch beglaubigt.

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III. Pflichteilsansprüche (Aserbaidschan)

Allen gesetzlichen Erben der ersten Ordnung steht ein Pflichtteilsanspruch zu, solange sie noch minderjährig oder arbeitsunfähig sind. Der Pflichteil erstreckt sich über zwei Drittel der Quote, die dem Plichtteilsberechtigten nach der gesetzlichen Erbfolge zugestanden hätte.

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IV. Nachlassverfahren (Aserbaidschan)

Die Erben sind für die Aufteilung der Erbmasse selbst zuständig. Soweit eine letztwillige Verfügung vorliegt ist der, soweit einer eingesetzt ist, Testamentsvollstrecker zuständig. Die staatlichen Notariate sind vor allem für die Nachlasssicherung, sowie die Ausstellung von Erbscheinen zuständig.

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V. Kollisionsrecht (Aserbaidschan)

Die Erbfolge richtet sich nach dem Heimatrecht des Erblassers. Bezüglich Immobilien richtet sich die Erbfolge nach dem Belegenheitsort. Bezüglich des beweglichen Vermögens ist das Recht des letzten ständigen Wohnsitzes des Erblassers einschlägig. Der ständige Wohnsitz ist nach armenischem Erbrecht der Ort wo der Erblasser ständig oder vorwiegend lebt.

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VI. Besonderheiten (Aserbaidschan)

Durch Güterrechtliche Ansprüche kann die Erbmasse um die Hälfte verkleinert werden, soweit der Erblasser bei seinem Tod noch verheiratet gewesen ist.

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