Artikel unter 'Armenien'

I. Gesetzliche Erbfolge (Armenien)

Nach armenischem Erbrecht handelt es sich bei den gesetzlichen Erben der ersten Ordnung um die Kinder, den Ehegatten und die Eltern des Erblassers. Adoptiveltern und Kinder sind dabei den leiblichen gleichzustellen. Dabei erhalten alle Erben die gleiche Quote. Abkömmlinge eines verstorbenen Erben haben ein Eintrittsrecht für die Position ihres verstorbenen Eltern- bzw. Großelternteil.
Soweit kein Erbe der ersten Ordnung existiert oder kein Erbe der ersten Ordnung die Erbschaft angenommen hat, kommt der Nachlass den gesetzlichen Erben der zweiten Ordnung zu. Diese sind namentlich die Großeltern und die Geschwister des Verstorbenen. Die Abkömmlinge der Geschwister haben jedoch kein Eintrittsrecht in die Erbposition ihres Elternteils.

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II. Testamentsformen (Armenien)

Das armenische Erbrecht kennt nur eine Testamentsform. Das schriftliche Testament muss eigenhändig vom Testierenden unterzeichnet werden. Dabei muss ein staatlicher Notar anwesend sein, der das Testament auch beglaubigt.

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III. Pflichteilsansprüche (Armenien)

Allen gesetzlichen Erben der ersten Ordnung steht ein Pflichtteilsanspruch zu, solange sie noch minderjährig oder arbeitsunfähig sind. Der Pflichteil erstreckt sich über zwei Drittel der Quote, die dem Plichtteilsberechtigten nach der gesetzlichen Erbfolge zugestanden hätte.

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IV. Nachlassverfahren (Armenien)

Die Erben sind für die Aufteilung der Erbmasse selbst zuständig. Soweit eine letztwillige Verfügung vorliegt ist der, soweit einer eingesetzt ist, Testamentsvollstrecker zuständig. Die staatlichen Notariate sind vor allem für die Nachlasssicherung, sowie die Ausstellung von Erbscheinen zuständig.

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V. Kollisionsrecht (Armenien)

Die Erbfolge richtet sich nach dem Heimatrecht des Erblassers. Bezüglich Immobilien richtet sich die Erbfolge nach dem Belegenheitsort. Bezüglich des beweglichen Vermögens ist das Recht des letzten ständigen Wohnsitzes des Erblassers einschlägig. Der ständige Wohnsitz ist nach armenischem Erbrecht der Ort wo der Erblasser ständig oder vorwiegend lebt.

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VI. Besonderheiten (Armenien)

Durch Güterrechtliche Ansprüche kann die Erbmasse um die Hälfte verkleinert werden, soweit der Erblasser bei seinem Tod noch verheiratet gewesen ist.

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