Artikel unter 'Erbschleicherei'

Testament - Diktat

Es kommt häufig vor, dass dem alten Menschen Testamente diktiert werden. Dies sieht man oft schon anhand von Formulierungen innerhalb des Testaments. Eine derartige Errichtung des Testaments entspricht nicht mehr der Rechtstatsache, dass ein Testament höchstpersönlich errichtet werden muss.
Liegt also eine derart intensive Beeinflussung vor, dass der alte Mensch das Testament gegebenenfalls aus Angst vor irgendwelchen Drohungen entsprechend dem Diktat geschrieben hat, dann ist ein derartiges Testament unwirksam, wenn es unter der Willensbeeinflussung des am Testament Interessierten zustande kam.
Bedenken tauchen oft schon auf, wenn Notare zu älteren Menschen kommen und von einer Person, die an dem Testament Interesse hat, es vorformuliert haben und dann dem alten Menschen vorlesen. Ob hier noch ein wirksames Testament vorliegt, sollte im Einzelfall geprüft werden. Für die Bearbeitung derartiger Fälle sind Experten notwendig, die Ihnen die Stiftung gerne benennt.

Rechtsanwalt Prof. Dr. Volker Thieler, München-Gräfelfing

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Testierfähigkeit

Die Testierfähigkeit kann auch dann fehlen, wenn die Kritik- und Urteilsfähigkeit eingeschränkt ist. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Erblasser keine vernünftigen Erwägungen anstellen kann, warum er das Testament errichtete. Dieses Problem wird leider in der Praxis vielfach von Richtern, aber auch von Anwälten, die derartige Mandate übertragen bekommen, übersehen. Oftmals werden auch deswegen falsche Ratschläge erteilt, dass der Erbschleicherprozess erfolglos sein wird. Gerade wenn man den Schwerpunkt auf dieses Gebiet legt, kann man Erbschleicherprozesse erfolgreich durchführen. Insbesondere gilt dies dann, wenn die mangelnde Urteils- und Kritikfähigkeit auf Beeinflussung des Willens durch den Erbschleicher ausgelöst wurde. Gerade der ständige Hinweis –ähnlich wie bei einer Gehirnwäsche- dass die Angehörigen oder die potentiellen Erben sich um den alten Menschen nicht mehr kümmern, dass ihm droht, in ein Heim eingewiesen zu werden, alleine daheim zu sterben, dass ihm die totale Isolierung droht, die oftmals von Erbschleichern durch die Abschottung nach außen erreicht wurde, kann die mangelnde Realisierung des eigenen Defizits, warum er ein derartiges Testament erstellt, begründen. Gerade zu diesem Thema kann die Stiftung Erbschleicher.net Gutachten vermitteln, die dieses Thema besonders in einem Rechtsstreit darstellen können, damit die Richter das Problem, das so oft verkannt wird, überhaupt erkennen.

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Vorsorgevollmacht - transmortale Vollmacht

In Erbschleicherfällen kommt es sehr häufig vor, dass sie Erbschleicher den verstorbenen Erblasser an irgendeinem unbekannten Ort beerdigen. Sie verhindern dadurch nicht nur die Trauerarbeit bei den Angehören, sondern auch, dass eine Kontrolle, ob ein natürlicher Tod vorgefallen ist, nicht möglich ist. Im Rahmen der Vorsorgevollmacht sollte hier dringend mit einem Experten, der sich mit Vorsorgevollmachten auskennt, eine klare Regelung getroffen werden. Insbesondere sollten die Personen festgehalten werden, die bei einem Todesfall informiert werden, damit auch rechtzeitig Schritte eingeleitet werden. Wir erleben oftmals, dass die Angehörigen oftmals erst Monate oder Jahre später vom Tod des Erblassers erfahren.

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Erbschleicher - Heiratsschwindler?

In der Öffentlichkeit ist bekannt, dass Heiratsschwindler bestraft werden. Es fragt sich, warum eigentlich Erbschleicher nicht ähnlich wie Heiratsschwindler bestraft werden. Warum hat die Öffentlichkeit hier ein anderes Gefühl über diese Straftat wie bei Heiratsschwindlern? Letztendlich macht der Erbschleicher nichts anderes wie der Heiratsschwindler. Der Erbschleicher verspricht dem alten Menschen eine Sicherheit, eine Betreuung, eine Hilfe usw. Letztendlich will er nur sein Geld. Der alte Mensch interessiert ihn überhaupt nicht. Vielleicht denken die Staatsanwälte und Gerichte mal in diesem Thema völlig um. Es werden Millionenbeträge durch Erbschleicher vernichtet, ohne dass diese strafrechtlich verfolgt werden, weil viele Juristen einfach gar nicht die Problematik kennen. Viele Juristen wissen auch gar nicht, wie man diese Erbschleicherfälle richtig bearbeiten muss. Gerade für den Anfangsbereich empfehlen wir Gutachten, die über die Stiftung vermittelt werden können, um die Hemmschwelle, gegen Erbschleicher massiv im strafrechtlichen und zivilrechtlichen Bereich vorzugehen, zu verringern.

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Erbschleicherlügen

Besonders auffällig ist, dass in Erbschleicherprozessen die Dreistigkeit der Lügen der Erbschleicher fast unendlich ist. Viele Erben wollen die Prozesse nicht führen, weil sie den Sachverhalt, wie er dargestellt ist, fast selbst glauben. Es fällt uns, besonders als Praktiker, die jahrelang die Erbschleicherprozesse geführt haben, auf, dass das Lügengebilde, welches Erbschleicher aufbauen, oft unglaublich ist. Die Erbschleicher haben anscheinend manchmal, in Anbetracht der großen Geldsummen, sämtliche Hemmungen verloren und bringen ein Lügengebilde zum Vorschein, das ach Außen sehr glaubhaft wirkt und auch oftmals die potentiellen Erben verstört und sie von Erbschleicherprozessen abhält. Wir können immer wieder darauf hinweisen, dass Sie auf jeden Fall derartige Prozesse führen sollten. Im Vorfeld ist hier die Möglichkeit gegeben, durch ein relativ günstiges Rechtsgutachten schon die Prozessaussichten erkennen zu können. Wichtig ist im Bereich der Erbschleicherei immer, dass so viele Zeugenaussagen wie möglich gesammelt werden. Die oftmals unwichtigsten Zeugen sind in Erbschleicherverfahren dann oft ganz entscheidende Tippgeber für den Richter, um den Prozess im Sinne des potentiellen und richtigen Erben entscheiden zu lassen.

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Erbschleichernetz

Die Erbschleicher spannen meistens ein geheimes Netz um die Person, die vererben will. Die meisten Erben merken überhaupt nicht, mit welcher perfiden Unverfrorenheit die Erbschleicher vorgehen. Meist haben sie, nachdem die Erbschleicherei erfolgreich war, das Vermögen, so dass sie auch die finanziellen Vorteile auf ihrer Seite haben. Dem steht der betrogene Erbe gegenüber, der den Prozess selbst führen muss. Es gibt allerdings auch Prozessfinanzierungsfirmen oder andere Möglichkeiten der Finanzierung der Prozesse, die wir nicht darlegen möchten. Die Erben sollten sich aber nicht scheuen, massiv, insbesondere auch strafrechtlich, gegen die Erbschleicher vorzugehen. Erbschleicher sind hoch kriminelle Menschen. Aus diesem Grund solle man notfalls auch strafrechtliche Gutachten, die relativ günstig vermittelt werden können, erstellen lassen.

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Erbschleicherei - Freiheitsberaubung

Aus den Kölner Raum ist ein Erbschleicherfall bekannt geworden, bei dem sich die Erbschleicher jahrelang an die alte Dame herangemacht haben. Sie haben als erstes sofort die Schlösser ausgetauscht und letztendlich die Entscheidungen der alten Dame weggenommen, wer im Haus als Besucher kommt und ob sie das Haus noch verlassen kann oder nicht.
In einem derartigen Fall ist genau zu prüfen, ob nicht der Tatbestand der strafrechtlichen Freiheitsberaubung vorliegt (§ 239 StGB).
(Wer einen Menschen einsperrt oder auf andere der Freiheit beraubt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren ist zu erkennen, wenn der Täter das Opfer länger als eine Woche der Freiheit beraubt oder durch die Tat oder in der Tat begangene Handlung eine schwere Gesundheitsschädigung des Opfers verursacht.)

Viele Erbschleicherfälle spielen sich im Rahmen der Freiheitsberaubung ab, ohne dass sie zur Anklage kommen, weil die Geschädigten meistens von dem möglichen Tatbestand der Freiheitsberaubung nichts wissen oder ihn zu wenig kennen. Die Stiftung vermittelt auch Rechtsgutachter, die entsprechende Gutachten zu dem Tatbestand der Freiheitsberaubung anfertigen können.

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Erbschleicherei - Betreuung

Immer wieder werden der Stiftung Fälle bekannt, bei denen die Erbschleicher mit dem Instrument des Betreuungsantrags der Angehörigen drohen. Der Fall läuft meistens folgendermaßen ab:

Der Erbschleicher behauptet entweder der Wahrheit zuwider oder es entspricht der Tatsache, dass ein Angehöriger einen Betreuungsantrag gestellt hat. Ab diesem Zeitpunkt, falls der Angehörige wirklich Betreuungsanträge gestellt hat, ist Tür und Tor frei für Diffamierungen und für Verleumdungen des Angehörigen. Ab diesem Zeitpunkt hat der Erbschleicher freie Bahn, das Opfer zu einem Testament zu bringen.

Aus diesem Grund empfehlen wir aus der Praxis heraus immer wieder, die Frage der Betreuung anders zu regeln. Die Stiftung entwickelt gerade für diese Fälle Gutachten, die äußerst wichtig sind, damit der Angehörige nicht durch einen voreiligen Betreuungsantrag seine ganze Erbschaft verliert.

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Testierfähigkeit - freie Willensbildung

Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 05.12.1995, Az. XI ZR 70/ 05, festgestellt, wann ein Ausschluss der freien Willensbildung vorliegt:

1. Wenn jemand nicht mehr im Stande ist, seinen Willen frei und unbeeinflusst von der vorliegenden Geistesstörung zu bilden und
2. Nach zutreffend gewonnenen Einsichten zu handeln,
3. Abzustellen ist dabei, ob eine freie Entscheidung nach Abwägung des Für und Widers bei sachlicher Prüfung der in Betracht kommenden Gesichtspunkte möglich ist oder
4. Ob umgekehrt von einer freien Willensbildung nicht mehr gesprochen werden kann, etwa weil infolge der Beeinflussung dritter Personen der Wille übermäßig beherrscht wird.

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Erbschleicher – Notarprobleme

Im Rahmen von Erbschleicherverfahren ist immer wieder zu prüfen, wer den Notar beauftragt hat. Oftmals kommt im Erbschleicherprozess nur zufällig heraus, dass der Erbschleicher selbst den Notar für die Beurkundung beauftragt hat. Es empfiehlt sich daher dringend, die Beiziehung der Notarakten im Rahmen des Nachlassverfahrens zu beantragen.

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Erbschleicher – Willensbeeinflussung

In den Vereinigten Staaten ist die Beeinflussung des Willens alter Menschen unter Strafe gestellt worden bzw. man kann in einem derartigen Verfahren die Strafrechtliche Verurteilung erreichen. In Deutschland ist diese rechtswidrige Willensbeeinflussung bisher wissenschaftlich kaum erforscht. Leider ist sie auch bei vielen Richtern und sonstigen Prozessbeteiligten weitgehend unbekannt. Die rechtswidrige Willensbeeinträchtigung oder –beeinflussung liegt immer dann vor, wenn eine Person versucht, sich durch Manipulation des Willens des alten Menschen das Vermögen dessen vor seinem Ableben oder über ein Testament an sich zu reißen. Es kann nicht oft genug darauf hingewiesen werden, dass schon beim ersten Anzeichen die Alarmglocken schrillen sollten. Es empfiehlt sich hier, alle Personen, die in irgendeiner Weise mit dem Betroffenen zusammen gekommen sind, namentlich aufzunehmen. Dies gilt insbesondere für Krankenhäuser und Pflegeanstalten, da oftmals dort das Pflegepersonal ständig wechselt, da diese in einem etwaigen Erbschleicherverfahren als Zeugen genannt werden müssen.

Nähere Hinweise können Sie auch direkt über die Stiftung erfahren bzw. die Stiftung ist gerne bereit, Ihnen hier eine Hilfestellung zu leisten.

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Erbschleicher – Schenkungserbschleicher

In Deutschland kaum bearbeitet worden ist bisher das Gebiet der Schenkungserbschleicher. Dies sind Erbschleicher, die schon zu Lebzeiten mit dem Herausreißen des Vermögens bei den Erblassern beginnen, indem sie durch unzulässige Beeinflussung –Schlechtmachen von Angehörigen, Vorgaukeln von Hilfe. Bewunderung, der Fähigkeit, ständig zuzuhören- sich große Schenkungen machen lassen. Die Erbschleicherei fängt also schon zu Lebzeiten an, was vielfach in der Praxis übersehen wird. Gerade bei Rechtsstreitigkeiten über die Frage der Erbschleicherei sollte auf diese Problematik besonders hingewiesen werden. Auch in Erbschleicherprozessen sollte nicht nur wegen der Erbschleicherei vorgegangen werden, sondern auch Schenkungen, die vorher erfolgten, mit angegriffen werden, da die Rechtsgrundlage praktisch die gleiche ist, nämlich die Ausnutzung der Willenlosigkeit und Entscheidungsunfähigkeit von alten Menschen, in einer medizinisch schwierigen Situation standen.

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Erbschleicher – Statistik

Die statistischen Daten der Auswertung der großen Anzahl von Erbschleicherfällen, die der Stiftung bekannt geworden sind, geht dahin, dass 1/3 der Erbschleicherfälle aus der eigenen Verwandtschaft, also von den nächsten Angehörigen produziert werden, 1/3 von völlig Fremden, also von Hilfspersonen, Pflegepersonen und 1/3 durch die neu geheirateten Ehepartner, die für sich die Berechtigung in Anspruch nehmen, eine künftige Erbschaft des Ehepartners, der mit ihnen in zweiter oder dritter Ehe verheiratet ist, völlig für sich allein zu beanspruchen. Gerade in diesen Fällen erleben wir eine ganz erhebliche Isolierung – auch der Kinder aus der ersten Ehe.

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Betreuung – Gutachten

Die Stiftung vermittelt Fachleute, die für Ihren Fall Rechtsgutachten erstellen. Die Spezialisten, die auf diesem Gebiet ausnahmslos in ganz Deutschland tätig sind, werden Ihnen auch im Rahmen des Gutachtens die entsprechenden künftigen Schritte empfehlen. Oftmals helfen gerade in den sehr komplizierten Erbschleicherverfahren, die nicht zum Tagesgeschäft von Anwälten gehören, entsprechende Gutachten, um die Erbscheicherei nachzuweisen. Sie können sich direkt an die Stiftung wenden, damit Ihnen der Gutachter benannt wird.

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Erbschleicher – Notare

Viele Erbschleicherfälle leiden darunter, dass Notare die Beurkundung vorgenommen haben, ohne die wahren Hintergründe der Testamentserrichtung zu kennen. Oftmals wird von Notaren sogar im Testament aufgenommen, dass sie sich vergewissert haben, dass der Testamentserrichter nicht dement war. Derartige Äußerungen in Testamenten sind schändlich für Erbschleicherverfahren, weil oft der Hintergrund eine Art von Gehirnwäsche ist, der die alten Menschen in den Tagen vor der Testamentserrichtung oder auch Wochen und Monate vor der Testamentserrichtung unterzogen wurden. Auch die Frage der Demenz ist so eine komplizierte Frage, die oftmals nicht von einem normalen Arzt erkannt werden kann. Wie ein Notar, der vorher mit Sicherheit keinen Demenztest durchführte, zu derartige Äußerungen kommen kann, ist unverständlich. Warum die Notarkammer derartige Äußerungen nicht verbietet, ist dem Unterzeichner ebenfalls nicht klar.

Es wird also etwas von einem Notar bestätigt, der die entsprechende Ausbildung –was selbstverständlich ist- nicht hat, genauso wenig wie Anwälte oder andere Juristen, die in der Frage der medizinischen Demenzforschung nicht ausgebildet werden. Was also diese Vermerke im Testament sollen, ist nicht klar, sondern sie irritieren nur im Rahmen der Erbschleicherverfahren.

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Erbschleicher – Beeinflussung unzulässig

In der Praxis ist weitgehend unbekannt, wie man im Rahmen der Überprüfung der Beeinflussung von Erblassern vorgeht. Es gibt Gerichtsverfahren, bei denen die Gerichte erst die Beeinflussung geprüft haben und dann die Testierfähigkeit. ZU Systematik muss darauf verwiesen werden, dass ein Testierunfähiger auch nicht beeinflusst werden kann. Es muss deswegen erst die Testierunfähigkeit und dann die Beeinflussung geprüft werden. Dies ist weltweite Rechtsprechung und gilt auch in den Commonwealth Countries wie Australien, Großbritannien, Kanada und in den USA. Auch die Anwälte, die derartige Fälle bearbeiten, gehen oft fehlerhaft vor und akzeptieren, dass die Testierunfähigkeit und die Beeinflussung auf gleicher Ebene geprüft werden.

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Betreuer – Testament

Es wird immer wieder festgestellt, dass Betreuer, die letztendlich ein staatliches Amt übertragen bekommen, dieses Amt dazu ausnutzen, um sich als Erbe einzusetzen.
Die Ungleichbehandlung der Angestellten in einem Altenheim mit den amtlich bestellten Betreuern dürfte verfassungswidrig sein. Im Rahmen der Erbschleicherei muss berücksichtigt werde, dass Betreuer, wenn sie ihr Amt ausnutzen und einen Testierunfähigen als Erben einsetzen, sich eventuell der Untreue strafbar machen, da sie den Testierenden als wehrloses Werkzeug gegen sich selbst einsetzen.
In einem vom OLG Celle entschiedenen Fall lagen die Handlungen von zwei Betreuern zu Grunde (Rechtsanwälte). Die Betreuer hatten die testierunfähigen Senioren dazu veranlasst, sie als Erben bzw. Vermächtnisnehmer einzusetzen. In diesem Fall ging das Gericht von der Möglichkeit aus, dass dieses Verhalten den Tatbestand der Teilnahme an einer Untreue nach Maßgabe der §§ 266 II, III, 27, 28 I StGB erfüllt.
Ein Betreuer kann sich in derartigen Fällen auch nicht herausreden, dass durch den Tod des Betreuten die Vermögensbetreuungspflicht im Sinne von 266 I StGB endet. Die Vermögensbetreuungspflicht wirkt auch über den Tod des Betreuten hinaus.

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Erbschleicher - Strafbarkeit

Die Strafbarkeit der Erbschleicherei ist weitgehend unbekannt. Eine hochinteressante Entscheidung hat das Oberlandesgericht Celle vor einiger Zeit veröffentlicht. Danach wurden zwei Erbschleicher, die einen alten Menschen betreuten, wegen Untreue bestraft. Das Gericht argumentierte in der Form, dass es darlegte, dass der alte demente Mensch, der nicht mehr wusste, um was es geht, praktisch von den beiden Tätern als Werkzeug benutzt wurde. Als Werkzeug für die eigene Tat. Diese Möglichkeit ist in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. Aus diesem Grund werden leider auch viel zu wenig Erbschleicherfälle strafrechtlich verfolgt, weil die Erbschleicher sich in relativ sicheren Situationen zu befinden glauben. Auch das ständige Argumentieren, dass Angehörige den alten Menschen nicht mögen, ihn ins Heim bringen wollen, beinhaltet ein strafbares Verhalten. Es ist oftmals empfehlenswert, im Rahmen der Strafanzeige ein Privatgutachten zur Strafbarkeit vorzulegen. Die Verbindung zu Professoren von deutschen Universitäten oder anderen Rechtsexperten, die derartige Gutachten anfertigen, stellt die Stiftung gerne her.

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Freiheitsberaubung – mentale Freiheitsberaubung – Erbschleicher

Die Kester-Haeusler-Stiftung forscht in den nächsten Jahren intensiv über die Ursachen und Möglichkeiten der Willensbeeinflussung durch Erbschleicher. Es sind eine erschreckende Anzahl von Fällen bekannt geworden, in denen Erbschleicher letztendlich eine mentale Freiheitsberaubung (wie Herr Rechtsanwalt Prof. Dr. Thieler dies nennt) wie folgt veranlassen:

1) Der Erblasser wird in seinen Gedanken beeinflusst.
2) Er wird abhängig gemacht.
3) Er wird isoliert.
4) Dem Erblasser werden negative, schlechte Geschichten über Angehörige oder Bezugspersonen eingeflößt, damit die Trennung von Bezugspersonen erfolgt.

Rechtsanwalt Prof. Dr. Thieler erstellt augenblicklich auch aufgrund der Fälle, die ihm geschildert worden sind und aufgrund von wissenschaftlichen Studien, unter anderem aus Amerika, eine Dokumentation zum Thema „Freiheitsberaubung – im Willen der Erblasser“.

Interessierte können sich direkt an die Stiftung wenden.

Prof. Dr. Volker Thieler

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Erbschleicherfälle – Datenbank

Die Stiftung hat eine eigene Datenbank zur Erforschung von Informationen über Erbschleicherfälle. Bitte teilen Sie uns Ihren Fall mit. Wir helfen Ihnen auch schon im Vorfeld, gegen Erbschleicherfälle vorzugehen. Vielfach sind durch Erbschleicherfälle betroffene Personen so paralysiert, dass sie gegen die unverfrorene Art von vielen Erbschleichern nicht vorgehen. Gerade diese Tatsache führt oftmals zu Problemen in Erbschleicherfällen, weil zu wenig Fakten gesammelt wurden.

Sie können sich auch vertraulich an den Leiter der Datenbank, Herrn Rechtsanwalt Prof. Dr. Thieler – München 089/74299905 wenden.

Wir verweisen auch auf die Rechtsdokumentation von Rechtsanwalt Prof. Dr. Volker Thieler „Erbschleicherfälle richtig erfassen im juristischen und medizinischen Bereich“.

Prof. Dr. Volker Thieler
Rechtsanwalt

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Erbschleicher Alarmsignale

Der Münchner Rechtsanwalt und Spezialist für Erbschleicherfälle leitet die Forschungsgruppe “Medizinische und Rechtsfragen der Erbschleicherei”.
Für die täglichen Erbschleicherfälle, die der Stiftung Erbrecht mitgeteilt werden, hat Herr Rechtsanwalt Prof. Dr. Thieler Kriterien veröffentlicht, die ihren Niederschlag in Fragebögen gefunden haben, die Personen, die von der Erbschleicherei betroffen sind, kennen sollten. Zusammengefasst haben die Fragebögen folgende Themen zum Inhalt:

- Risikofaktoren für unzulässige Beeinflussung

- Indikatoren oder Indizien für unzulässige Beeinflussung

- Alarmsignale

Bei Erbschleicherfällen ist es wichtig, dass man schon frühzeitig reagiert und entsprechende Maßnahmen ergreift.
Kontaktieren Sie uns, wenn Sie Interesse an den Fragebögen haben.

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Risikofaktoren, die zur Beeinflussung führen können

1. Wo eine spezielle Beziehung vorliegt, in welcher der Testierende einer anderen Person viel Vertrauen und Zuversicht entgegenbringt;
2. Wo eine relative Isolation vorliegt , welche den freien Informationsfluss einschränkt und Platz für die subtile Verdrehung der Wahrheit schafft (Dabei ist es egal, ob die Isolation aufgrund von krankheitsbedingten Kommunikationsproblemen oder physischen Faktoren besteht);
3. Wo eine Anfälligkeit für Beeinflussung aufgrund mentaler Schwächen oder emotionaler Umstände gegeben ist ( Wie das Vorenthalten von Zuneigung oder die Beeinflussung durch soziale, kulturelle oder religiöse Gründe). Solche Einflussnahmen können subtil, heimtückisch, und stark sein und benötigen in der Regel wenig Druck um zum gewünschten Ergebnis zu führen.

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Soziale Umgebung des Testators

Beziehungen, welche die Möglichkeit für eine unzulässige Beeinflussung schaffen, sind unterschiedlich und treten in vielen unterschiedlichen sozialen Konstellationen auf.
Situationen mit negativer Einflussnahme treten normalerweise zwischen älteren, kognitiv Eingeschränkten und den folgenden Personen auf:

1. Familienmitglied, das in der gleichen Wohnung lebt (beispielsweise ein erwachsenes Kind)
2. Kind, dass nicht mit dem Testierenden lebt
3. Hilfsbereiter Nachbar oder Freund
4. Offiziell angestellte oder einfache Pflegekraft
5. Entfernter e Verwandte wie Nichten und Neffen
6. „Verehrer”, der eine richtiger Partner sein kann, aber nicht sein muss und meist deutlich jünger und kognitiv intakt ist
7. Professionelle, wie Anwälte, Priester, Doktoren , Berater oder Polizisten

Manchmal sind mehrere Personen bei der Einflussnahme auf den gefährdeten Testierenden involviert. Beispielsweise wurde eine unter leichter Demenz leidendende ältere Bewohnerin eines Altenheims von ihrem lange untergetauchten Stiefsohn dazu gedrängt, die Immobilien ihm anstelle eines Freundes zu hinterlassen. Der Anwalt des Stiefsohns, der der Dame vorher unbekannt war, besuchte sie dabei täglich, um sicher zu gehen, dass das Testament geändert wird und er selbst als rechtlicher Vertreter eingesetzt wird. So konnte der Anwalt auch dafür Sorge tragen, dass der eigentlich bedachte Freund die ältere Dame nicht mehr besuchen konnte.

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Körperliche Faktoren

Körperliche Behinderungen wie eingeschränkte Hörfähigkeit, Mobilität und Sehvermögen isolieren, schränken die Kommunikation ein und lassen den Testierenden verletzlicher zurück.

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Unspezifische psychologische Faktoren

Eine Reihe von psychologischen Faktoren wie Einsamkeit, das sog. sexual bargaining (wenn der Geschlechtsverkehr als Mittel zum Zweck benutze wird), Hast und Totenbett Probleme, können eine Person emotional empfänglich für den Einfluss von anderen machen. Im Endstadium erkrankte Personen, die oft im Delirium sind, sind besonders verletzlich in hoch medikamentösen, akutversorgenden Situation, die zu Unterdrückung und Abhängigkeit geradezu aufrufen.

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Änderungen an anderen Dokumenten

Dokumente wie die Vorsorgevollmacht, Bankvollmachten oder die Prozessvollmacht, die über lange Jahre bei den gleichen Personen gelegen haben, werden zur gleichen Zeit wie das Testament geändert; Geschenke unter lebenden zugunsten des Beeinflussenden

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Inhalt des Testaments

Ungewöhnliche Vorkehrungen im Testament; Ein Erbe ist aktiv bei der Testamentsvollstreckung beteiligt oder initiiert diese; Unzulässige Vorteile für einen Erben; Radikale Änderung bei der Verteilung des Nachlasses

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Das Verfassen des Testaments

Der Beeinflussende regt eine Änderung des Testaments (beim Anwalt) an; der Beeinflussende ist bei der Ve1mittlung solcher Veränderung involviert (bringt den Testierenden zum Anwalt und ist bei der Skizzierung des Testaments beteiligt); der aufgesuchte Anwalt, der bei der Erstellung des Testaments beteiligt ist, ist dem Testierenden nicht bekannt; der Anwalt ist ein enger Bekannter des Beeinflussende

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Beziehungen als Alarmsignal

Oft gibt es eine Person, die eine bestimmte Vertrauensposition hat und die der Testierende aufgrund von psychischen oder physischen Bedürfnissen angewiesen ist.

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Die soziale Umgebung als Alarmsignal

Typische Arlarmsignale sind, wenn der Testierende wird von der Familie isoliert und abgeschottet wird und es Änderungen in den Familiendynamiken und familiäre Konflikte gibt.

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