Testament - Diktat

Artikel gespeichert unter: Erbrecht - Deutschland, Indikatoren oder Indizien für unzulässige Beeinflussung


Es kommt häufig vor, dass dem alten Menschen Testamente diktiert werden. Dies sieht man oft schon anhand von Formulierungen innerhalb des Testaments. Eine derartige Errichtung des Testaments entspricht nicht mehr der Rechtstatsache, dass ein Testament höchstpersönlich errichtet werden muss.
Liegt also eine derart intensive Beeinflussung vor, dass der alte Mensch das Testament gegebenenfalls aus Angst vor irgendwelchen Drohungen entsprechend dem Diktat geschrieben hat, dann ist ein derartiges Testament unwirksam, wenn es unter der Willensbeeinflussung des am Testament Interessierten zustande kam.
Bedenken tauchen oft schon auf, wenn Notare zu älteren Menschen kommen und von einer Person, die an dem Testament Interesse hat, es vorformuliert haben und dann dem alten Menschen vorlesen. Ob hier noch ein wirksames Testament vorliegt, sollte im Einzelfall geprüft werden. Für die Bearbeitung derartiger Fälle sind Experten notwendig, die Ihnen die Stiftung gerne benennt.

Rechtsanwalt Prof. Dr. Volker Thieler, München-Gräfelfing

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